Was ist „Baudobriga“?

Boppard gehörte zu den bedeutenden römischen Siedlungen am Mittelrhein. Durch die Eroberungsfeldzüge Julius Cäsars in Germanien gelangte auch diese Region in den Machtbereich Roms. Bereits die Kelten lebten hier und gaben dem Ort den antiken Namen „Baudobriga“. Die Römer bauten dann im vierten Jahrhundert eine mächtige Festungsanlage. Diesem Kastell gaben sie den Namen „Bodobrica“, woraus sich der heutige Name „Boppard“ entwickelt hat. Nachweise dieser Epoche finden sich an zahlreichen Stellen im Stadtkern und prägen bis heute maßgeblich das Stadtbild.

Zeitungsanzeige im April 1915

Zeitungsanzeige im April 1915

Während der Weinbau in unserer Familie schon seit etlichen Jahrhunderten betrieben wird, ist das Bewirten unserer Gäste relatives „Neuland“. Erst Joseph Ries führte im Jahr 1897 Weinbau und Gastronomie zusammen. Das heimische Wohnzimmer wurde zur Gaststube umfunktioniert, das „Weinhaus Ries“ wurde aus der Taufe gehoben. Der Ausschank lief sehr gut und die „Gud Stubb“ wurde schnell zu eng. Infolgedessen übernahm man das Nachbargrundstück mit Rheinblick. Hier wurden neben den größeren Ausschankräumen wenig später die ersten Gästezimmer eingerichtet. Am 13. Sept. 1917 berichtete die Rheinische Zeitung über den spätromantischen Komponisten Engelbert Humperdink:

„Prof. Humperdink stattet seinem früheren Aufenthaltsort hier einen Besuch ab
und hat im Weinhaus Ries Wohnung genommen.“

In der dritten Generation erweiterten die Eheleute Johann Werner und Annemarie Ries den Hotelbetrieb durch einen Neubau zu heutiger Größe mit dem Namen Hotel Baudobriga. Heute führen deren jüngste Tochter Elisabeth und ihr Mann Reinhard das Baudobriga Rheinhotel sowie das Weingut Königshof mit eigenem Gutsausschank.